Einen besonderen Gast durfte die Altstadtschule St. Nikola am 24. Februar 2026 begrüßen: Helmuth Rücker, ehemaliger Redaktionsleiter der Passauer Neuen Presse und weiterhin als Entwicklungshelfer in Afrika tätig, besuchte die Schülerinnen und Schüler der 3. und 4. Klassen. Frisch aus dem Senegal zurückgekehrt, brachte er spannende Eindrücke aus Westafrika mit.
Mit zahlreichen Bildern, anschaulichen Erzählungen und persönlichen Erfahrungen vermittelte Rücker den Kindern ein lebendiges Bild vom Alltag im Senegal, dem westlichsten Land des afrikanischen Kontinents, das bis heute von seinem französischen Kolonialerbe geprägt ist. Dabei band er die Schülerinnen und Schüler aktiv in seinen Vortrag ein: Er stellte Fragen, ließ Vermutungen äußern und nahm sich viel Zeit für die zahlreichen und neugierigen Rückfragen. So entwickelte sich ein lebendiger Austausch, bei dem alle Beteiligten viel dazulernen konnten.
Besonders groß war das Interesse am Thema Schule. Wie sieht der Unterricht im Senegal aus? Wie unterscheidet sich der Schulalltag vom eigenen? Hier eröffneten sich für die Kinder ganz neue Perspektiven. Staunen rief vor allem die Größe mancher Klassen hervor: 40 bis 70 Kinder lernen dort oft gemeinsam in einem Raum – und das mit deutlich weniger Lehr- und Lernmaterialien, als es hierzulande selbstverständlich ist.
Zum Abschluss verabschiedete man sich mit dem Wort „Djarame“ – dem senegalesischen Ausdruck für „Danke“.
Herr Rücker zeigte sich tief bewegt von der Offenheit, dem Mitgefühl und der Hilfsbereitschaft der Kinder. Das Schicksal Gleichaltriger im Senegal ging vielen sichtlich nahe. Spontan brachte ein Junge zwei Euro nach vorne, andere äußerten den Wunsch, Luftballons, Stifte oder T-Shirts zu sammeln.
Auch Schulleiterin Andrea Silberhorn begrüßt die Idee, eine schulische Hilfsaktion ins Leben zu rufen. Das gewachsene Bewusstsein der Kinder dafür, dass Gleichaltrige in anderen Teilen der Welt unter deutlich schwierigeren Bedingungen aufwachsen, sei ein wertvoller Impuls für die Schulgemeinschaft. Eine entsprechende Initiative werde daher gerne aufgegriffen und weiterverfolgt.